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Aktuelles

Helfer gesucht

Sowohl für die Gottesdienste als auch für die Konzerte brauchen wir Grüne Damen und Herren, die helfen, die Patienten von den Stationen in den Raum Hamburg und anschließend wieder zurück zu bringen.

 

Wir freuen uns sehr, wenn beide Teams verstärkt werden - auch wenn es nicht jedes Mal ist:

 

Jede Hand hilft!



Nesteldecken für Menschen mit Demenz

tl_files/Nesteldecken 2017/Contao _ Nesteldecke 2017.pngGrüne Damen aus Soltau nähen ehrenamtlich Nesteldecken für Menschen mit Demenz im Krankenhaus.

 

Nesteldecken sind Decken aus verschiedenen Stoffen mit unterschiedlichen Füllungen, aufgenähten Knöpfen, Reißverschlüssen und manchen anderen Materialien. Der Phantasie der Näherinnen sind hier keine Grenzen gesetzt.

 

Die Hände spielen für den Menschen eine zentrale Rolle. Durch sie können wir fassen, streichen, tasten und fühlen. Menschen mit Demenz setzen ihre Hände stark ein. Sie wischen über Tische, nehmen alles in die Hand. Einige Menschen nesteln unaufhörlich an der eigenen Kleidung oder an Gegenständen, tl_files/Nesteldecken 2017/Contao_Nesteldecken 3.jpgweil sie oft an einem Mangel von Außenreizen leiden. Dabei durchleben Menschen mit Demenz gerade im Krankenhaus immer wieder Phasen starker Unruhe. „Für das Pflegepersonal und für Angehörige ist es oftmals schwer, damit umzugehen. In einer solchen Situation brauchen die betroffenen Patienten eine beruhigende Beschäftigung. Das Nesteln hilft ihnen, den eigenen Körper stärker wahrzunehmen und sich selbst Reize zu schaffen." so Geesche Weets, Beauftragte für Menschen mit Demenz. Die verschiedenen Materialien und Füllungen der Decken stimulieren die taktile und haptische Wahrnehmung dieser Menschen. Sie können diese zusammenzulegen, ein- und angenähte Gegenstände fassen und ertasten. Positiver Nebeneffekt: einer Versteifung in den Händen kann damit vorgebeugt werden. Aus hygienischen Gründen werden die Nesteldecken den Patienten im Krankenhaus mitgegeben, denn eine Desinfektion bzw. Wäsche in der Krankenhauswäscherei würden die Decken nicht überstehen.

 

Als nächstes sollen Taschen in allen möglichen Größen genäht werden, so dass die Menschen mit Demenz auch Dinge ein- und auspacken können. Im Raum Hamburg des Heidekreis-Klinikums treffen sich die Näherinnen mit ihren von zu Hause mitgebrachten eigenen Nähmaschinen regelmäßig. Die Freude am gemeinsamen Tun wird gestärkt durch die gegenseitigen Anregungen. Ganz besonders schön ist es, wenn die Grünen Damen die Patienten besuchen und dort die selbstgenähten Decken in der Anwendung finden.

 

 

Regionaltagung 2017

Was gut ist, bleibt auch gut!

von Heike Beckmann


(tl_files/Regionaltagung 2017/Regionaltagung_Teilnehmer.jpgHannover) Veränderung braucht Zeit und Mut. Und vor allem eine unterstützende Binnenmotivation, damit ein Umbruch gelingen kann. Die Neupositionierung der Evangelischen Kranken- und Alten-Hilfe e.V. (eKH) begleitete auch das diesjährige Regionaltreffen in Niedersachsen.


„Ich verstehe gar nicht, was das Problem ist. Die eKH, das sind doch wir – die Grünen Damen und Herren, wir alle!“, für Andrea Goedecke ist das eine klare Sache. Sie ist eine von vielen, die vollstes Verständnis für die Neupositionierung des Vereins haben. Fast 50 Jahre kam die gemeinnützige Einrichtung, die nunmehr seit 2004 als eingetragener Verein mit über 11.000 Ehrenamtlichen in mehr als 750 Gruppen in Deutschland aktiv ist, ohne Mitgliedsgebühren aus. Mit der diesjährig in Kraft getretenen Satzungsänderung sind z.B. die Grünen Damen und Herren zur ordentlichen Mitgliedschaft berufen und haben damit zugleich ein Mitbestimmungsrecht. Allerdings ist mit der Mitgliedschaft auch ein Jahresbetrag von 24€ verbunden. Aus ehrenamtlichen Mitarbeitenden werden nun ehrenamtliche Mitglieder. Andrea Goedecke, die als Gruppenleiterin mit ihrem Team aus Bad Pyrmont zur Regionaltagung angereist ist, sieht den Unmut einiger Grünen Damen und Herren nicht „allein“ in dem neuen Mitgliedsbeitrag begründet. Es gehe vielmehr um die dadurch emotional empfunden abwertende Würdigung des überaus großen persönlichen Engagements jedes einzelnen. Und damit ist der Kern der Dinge erfasst.


Bundesvorstand, erweiterter Vorstand, Geschäftsstelle und Landesbeauftragte sind sich der Verantwortung bewusst, die mit der Neupositionierung einhergeht und die von allen getragen werden muss, denn nur so kann die gute Arbeit der Grünen Damen und Herren auch weiterhin effektiv und nachhaltig ausgeführt werden. Der Auftrag der leitenden Gremien lautet daher, die organisatorische sowie finanzielle Situation und damit die Notwendigkeit einer zukunftsfähig aufgestellten professionellen Organisation auf Bundesebene bis hin zu den Gruppen transparent zur Aussprache und Diskussion zu bringen.         

 

                                      „Nur wer sich ändert, bleibt sich treu.“ Wolf Biermann

 

So geschehen auch bei der Regionaltagung Niedersachsen der Evangelischen Kranken- und Alten-Hilfe e.V. (eKH) im Ökumenischen Kirchenzentrum in Hannover-Mühlenberg im Frühsommer dieses Jahres.

tl_files/Regionaltagung 2017/Regionaltagung_Referent.jpgAls Referent konnte Loring Sittler, ehemaliger Leiter des Generali Zukunftsfonds (GZF), gewonnen werden mit einem Vortrag über die potentielle Notwendigkeit einer erneuerten persönlichen und selbstbewussten Sichtweise auf die eigene ehrenamtliche Arbeit in Hinsicht eines Gemeinwohlproduzenten. Aufgrund der demografischen Entwicklung sei die Gesellschaft immer mehr auf das Engagement jedes Einzelnen angewiesen. Um den sozialen und existentiellen Herausforderungen der Zukunft gerecht werden zu können, brauche es auch eine neue innere Haltung jedes einzelnen. Es gehe darum, so Sittler, eine wirksame Zusammenarbeit bei gemeinsamen Zielen anzustreben. Einzelkämpfertum und ewige Konkurrenz müssen ein Ende finden, auch in und zwischen zivilgesellschaftlichen Organisationen.
Die eKH mit ihrer gesunden gewachsenen Struktur sei überall hoch anerkannt und gewürdigt, somit könne intern das große Engagement der Grünen Damen und Herren durchaus mehr Selbstbewusstsein vertragen. „Versteckt euch nicht, ihr habt es nicht nötig, als Bittstehler zu fungieren. Stellt euch politisch auf und fordert ein, was euch zusteht,“ appelliert Sittler an seine Zuhörer*innen, „Ihr, die ihr als Gemeinwohlproduzenten die Mitverantwortung für unsere Gesellschaft aktiv wahrnehmt!“


Susanne Zschätzsch, in ihrer Funktion eKH-Landesbeauftragte für Niedersachsen und Bremen und somit zugleich Gastgeberin der Tagung, bedankte sich bei dem ehemaligen Leiter des GZF und zugleich Förderer der eKH für seine Ausführungen und stimmte anerkennend zu: „Die eKH, das sind wir. Und die Gesellschaft sind wir alle und damit ist jeder und jede mitverantwortlich in all unserem Tun und Denken für das Gemeinwohl.“ Es sei grundsätzlich die innere Einstellung, die neu gedacht werden müsse, so Zschätzsch, um unsere Gesellschaft für die Herausforderungen der Zukunft stark zu machen.


tl_files/Regionaltagung 2017/Regionaltagung_Moderatorin.jpgVeränderung braucht Mut – Mut zur Veränderung. Und wer verändern will, muss auch reden. Zum „offen darüber reden“ übergab einleitend die Landesbeauftragte das Wort an Heike Brembach. Die Organisationsentwicklerin unterstützt die Kommunikationsfähigkeit in der Binnenmotivation der eKH bereits seit der Landestagung im März und fühlt sich mittlerweile selbst als Grüne Dame der Organisation. Gekonnt suchte die Kommunikationstrainerin den Dialog mit den knapp 100 Grünen Damen und Herren. Es lag ihr vor allem daran, Missverständnisse aufzeigen und Möglichkeiten zu finden, um diesen mit der notwendigen Transparenz und Klarheit begegnen zu können. Aber mehr noch versuchte sie in Gruppenarbeiten und individueller Ansprache das Selbstverständnis einer Grünen Dame/eines Grünen Herren in Bezug auf die innovative Entwicklung der Organisation zu stärken. Dank Brembach entwickelte sich ein offener lebendiger Dialog, ein positiv aufgenommenes Novum in einer Regionaltagung.


tl_files/Regionaltagung 2017/Regionaltagung_Exner.jpgZum Ende des dynamischen Programms übernahmen die stellv. Bundesvorsitzende Katrin Springer und Vorstandsmitglied Beate Exner das Mikrofon und machten nachdrücklich deutlich, dass ohne eine gesicherte Finanzierung ein verlässlicher Haushalt nicht realisierbar sei. Zahlreiche Fortbildungen, Schulungen, Verwaltung, Organisation und Öffentlichkeitsarbeit eines derart großen Vereins, wie dem der eKH, setzen eine solide wirtschaftliche Basis voraus. Die Neupositionierung sei in erster Linie im Sinne jeder einzelnen Grünen Dame, jedes einzelnen Grünen Herren zu verstehen und diene nicht dem Selbstzweck des Vorstands. Erst durch die Angebote und Leistungen ermögliche die Geschäftsstelle den 11.000 Ehrenamtlichen ein professionell ausgestattetes Arbeitsumfeld, in dem ihre Arbeit auch entsprechend gewürdigt und wahrgenommen werden könne.


„Ich weiß gar nicht, was das Problem ist!“ Es war ein interessanter, Mut machender Tag im Ökumenischen Kirchenzentrum Mühlenberg, doch eigentlich hätte es nur dieses einen Leitsatzes von Andrea Goedecke aus Bad Pyrmont bedurft: „Wir sind die eKH, wir alle!“


Texte & Fotos: Heike Beckmann




Achtsamkeit als das verbindende Element

tl_files/Ausflug 2017/CONTAO_Achtsamkeit-2017-2.pngAusflug der Grünen Damen und Herren Soltau

Bei herrlichem Frühsommerwetter trafen sich vor kurzem die Mitglieder der Soltauer Gruppen „Grüne Damen und Herren“ aus dem Heidekreis-Klinikum,  dem Mediclin-Klinikum, dem Altenheim Stiftung Haus Zuflucht und dem Altenheim Haus im Park zu ihrem traditionellen jährlichen Ausflug. Die Leiterin der Soltauer Gruppen,  Frau Susanne Zschätzsch, hatte den Tag wie immer perfekt organisiert.

Nach einem reichhaltigen Frühstücksbuffet in Soltau ging es gestärkt und gut gelaunt nach Lünzen, wo ein Besuch des Buddhistischen Zentrums auf dem Programm stand.

Sehr beeindruckend war  die Ruhe und die Offenheit der Nonne, die durch die schöne Anlage sowie die Gebets- und Seminarräume führte und einen kleinen Einblick in die Gedankenwelt des Buddhismus gewährte. Übereinstimmend kamen alle zu dem Schluss: „Da gibt es vieles, was wir auch selbst beherzigen sollten - in allen Religionen!“

Achtsamkeit, das  Achten der Würde jedes einzelnen Menschen ist tägliches Training für die Anhänger des Buddhismus. Und es ist genau das, was Grüne Damen und Herren ihren Patienten und Bewohnern in Krankenhaus und Altenheim immer wieder entgegenbringen.

Tief beeindruckt von den vielen Informationen ging es weiter nach Schneverdingen, wo beim Spaziergang in der herrlichen Natur des Höpen das Gehörte im Gespräch untereinander vertieft und diskutiert werden konnte.

In der gemütlichen Kaffeestuv in Schneverdingen endete dieser schöne Ausflug bei Kaffee und leckeren Torten.

Wer sich für die Arbeit der Grünen Damen und Herren interessiert, ist herzlich willkommen. Für nähere Auskünfte steht Frau Susanne Zschätzsch (Tel. 05191 -  602 3252) gern bereit.

Kronenkreuz in Gold für Hans-Jürgen Hansen

tl_files/Kronenkreuz in Gold fuer Hans-Juergen Hansen/CONTAO_Ehrung-2017_IMG-20170124-WA0006_1.jpgHöhepunkt beim Neujahrsempfang der Grünen Damen  und Herren Soltau war die Ehrung für langjährig verdiente Mitarbeitende.

 

Vier Grüne Damen wurden für ihren Einsatz für Patienten und Bewohner geehrt: Hanna Höll für 15 Jahre Dienst im Krankenhaus, Liane Nichelmann und Inge Eikemeier, die sich beide für die Bewohner im Haus im Park engagieren, sogar für 20 Jahre. Ebenso Hilde Pfeufer, die seit 20 Jahren in der Krankenhausbücherei als Grüne Dame aktiv ist.

 

Eine ganz besondere Ehrung gab es für Hans-Jürgen Hansen. Er wurde für seine langjährige Gottesdiensthilfe im Rahmen der Arbeit der Grünen Damen und Herren sowie für sein großes Engagement auf allen Ebenen von Gemeinde und Kirchenkreis mit dem Kronenkreuz in Gold geehrt. Dieses Kronenkreuz in Gold ist die höchste Auszeichnung der evangelischen Kirche für ehrenamtlichen diakonischen Einsatz.

 

Superintendent Heiko Schütte überraschte ihn mit dieser großen Würdigung und schmückte die Ehrung mit einigen netten Anekdoten aus der Vergangenheit.

 

Wir wünschen Hans-Jürgen Hansen alles Gute für die Zukunft und weiterhin so viel Freude am Tun!

 

Auf dem Foto zu sehen sind (von links nach rechts): Hanna Höll, Hans-Jürgen Hansen, Liane Nichelmann, Inge Eikemeier. Es fehlt Hilde Pfeufer.