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Aktuelles

Helfer gesucht

Sowohl für die Gottesdienste als auch für die Konzerte brauchen wir Grüne Damen und Herren, die helfen, die Patienten von den Stationen in den Raum Hamburg und anschließend wieder zurück zu bringen.

 

Wir freuen uns sehr, wenn beide Teams verstärkt werden - auch wenn es nicht jedes Mal ist:

 

Jede Hand hilft!



Matrose im Ehrenamt

Philipp Wichmann, 26, studiert Schiffbau und maritime Technik in Kiel. Jetzt engagiert er sich für vier Monate ehrenamtlich in einer 35-Stunden-Vollzeitwoche für die Grünen Damen und Herren in Soltau. Dabei ist er im Krankenhaus, der Reha-Klinik und den Altenheimen anzutreffen und außerdem in seiner Heimatkirchengemeinde.


 

 

tl_files/Philipp im Ehrenamt/Philipp2.jpg

 

 


Moin,

mein Name ist Philipp und ich möchte diese Gelegenheit nutzen, mich und meine Motivation vorzu-stellen. Wenn ich mich mit Leuten unterhalte, ernte ich oft verwunderte Blicke, wenn ich erzähle, dass mein Engagement nicht auf ein Pflichtpraktikum im Studienverlauf zurückzuführen ist, ich darüber hin-aus gar nichts mit einem sozialen Studium am Hut habe. Im Gegenteil, studiere ich doch etwas techni-sches wie Schiffbau. Zuvor habe ich Schiffsmechaniker auf Hochseeschiffen gelernt. Wie passt das zu-sammen? Ich sage Ihnen, wo der Hase im Pfeffer liegt: Seit meiner Konfirmandenzeit bin ich ehren-amtlich in meiner Heimatkirchengemeinde als Teamer unterwegs und das mittlerweile 13 Jahre lang. Während dieser Zeit habe ich verschiedenste Strukturen kennenlernen dürfen angefangen bei der Kin-dergottesdienst-Unterstützung bis hin zur verantwortungsvollen Gruppenleitung auf Konfirmanden-freizeiten. Das hat es also mit meinem sozialen Hintergrund auf sich. Dieser ist mit Sicherheit ein aus-schlaggebendes Kriterium gewesen, weshalb meine Bewerbung um ein Stipendium beim evangeli-schen Studienwerk Villigst erfolgreich war. Hier bin ich seit gut einem Jahr Stipendiat und vom breiten Spektrum möglicher Unterstützung begeistert. In meinem konkreten Fall heißt eine dieser Unterstüt-zungen Sozialsemester. Studierenden soll in diesem Rahmen ermöglicht werden, sich sozial, ökologisch oder politisch engagieren zu können bewusst nicht auf einem studiennahen Gebiet Stichwort Tel-lerrand. Und das Ganze in einem zeitlichen Umfang, der unter „normalen" Umständen nicht so ohne weiteres möglich wäre. Dafür unterstützt das Studienwerk dieses vier bis sechsmonatige Engagement auch finanziell.

Meine Wahl fiel auf die Evangelische Kranken- und Altenhilfe, weil ich in meiner Vergangenheit wenig mit Alter und/oder Krankheit zu tun hatte und ich Erfahrungen auf diesem Gebiet spannend finde. Alter, Krankheit und Tod sind bekanntermaßen ja Themen, die wir als Gesellschaft (aber auch als Indi-viduum) gerne vor uns herschieben. Leistung zählt. Und dafür haben wir Helferlein, die uns beispiels-weise „trotz Erkältung voll im Alltag stehen lassen" – mit Verlaub, etwas plakativ ausgedrückt. Ich möchte „hinter die Kulissen schauen" und mich damit konfrontieren. Seit fünf Wochen mache ich jetzt Besuche im Krankenhaus, der Reha-Klinik und den Altersheimen. Meine ersten Runden drehe ich auch schon mal alleine. Die Begegnungen und Reaktionen sind jeden Tag aufs Neue spannend: Ein Grüner Herr und dann auch noch so jung!", höre ich des Öfteren. Offenbar fülle ich mit meinem Typ eine Stelle aus, die in diesem Rahmen in Soltau bisher nicht besetzt war. Das kommt aber gut an. Und zu-sammen mit der Zeit, die ich täglich mitbringen kann, entstehen tolle Gespräche, die auch mal erfri-schend unter die Oberfläche gehen. Eine tolle Sache meines Sozialsemesters ist die zeitliche Flexibili-tät. Es bleibt genug Raum, um Ideen umzusetzen, die aus den Begegnungen hervorgehen. Beispiels-weise einem Musiknachmittag mit Gitarre und dazu passenden Geschichten auf der Geriatrie-Station. Oder dem Bauen eines Bücherhalters für Patienten im Krankenbett.

Was mich fasziniert ist die Tatsache, morgens aus dem Haus zu gehen, aufs Rad zu steigen und selbst genug zu sein, um so viel Freude stiften zu können. Es ist so einfach (nicht zu verwechseln mit leicht"). Ich stelle für mich wieder einmal fest: gelebte Nächstenliebe ist nicht nur wichtig, sondern notwendig. Da können wir als Gesellschaft noch so fortschrittlich sein, Liebe lässt sich nicht optimieren oder weg-rationalisieren. Sie braucht Bewusstsein und Zeit. Ich bin stolz, ein Rädchen im diesem Getriebe zu sein! Unter anderem deswegen werde ich nach meinen vier Monaten ehrenamtlicher Unterstützung

mit Sicherheit Möglichkeit finden, mein Engagement weiterzuführen. Ich bin schon jetzt Teil eines tol-len Teams, das mich vollkommen integriert hat und mir bei Fragen und Unsicherheiten zur Seite steht. So fühle ich mich den verschiedensten Situationen gewachsen, die, wie ich finde, wie eine Wundertüte hinter der Tür warten, an die ich gerade geklopft habe.

 

 

 

eKH - Bundestagung

 



Referenten, Grußwortgeber und eKH Vorstand v.l.n.r.: Karin Grahn, Dieter Hackler, Dr. Bernd Metzinger, Käte Roos, Karin Stötzner, Ulrike Haßelbeck, Helmut Mar­kowsky, Katrin Springer, Dr. Peter Bartmann, Hans-Peter Hellmanzik, Beate Exner, Beate Pflieger-Lorenz

 



Thema: Seelische Stärkung

 

Wie wichtig das gesellschaftliche Engagement der Grünen Damen und Herren auch für künftige Generationen ist, hat die Evangelische Kranken- und Alten-Hilfe (eKH) auf ihrer Bundestagung im Ev. Johannesstift, Berlin-Spandau, herausgestellt. Doch auch Menschen im Ehrenamt brauchen Stärkung und Inspiration. Deshalb stand die

Bundestagung unter dem Motto „Resilienz als Selbsterhaltung“.

 

Der gemeinschaftliche Austausch und das schöne Ambiente auf dem Gelände des Ev. Johannesstift trugen viel zur konstruktiven Atmosphäre der Bundestagung bei. Wie die innere Stärke auch in belastenden Situationen des Alltags insbesondere von Grünen Damen und Herren gewahrt werden kann und welches die Voraussetzungen für Resilienz sind, veranschaulichten die Referenten Hans- Peter Hellmanzik und Beate Pflieger-Lorenz mit Karin Grahn an den zwei Veranstaltungstagen. Ihre Vorträge können auf der Startseite der eKH-Homepage abgerufen werden.

Um die politische Stärkung des Ehrenamtes ging es in der Ansprache der Bundesvorsitzenden, Käte Roos, und den Grußworten der geladenen Gäste.

„Die Grünen Damen und Herren sind in der besonderen Situation, dass sie einen Dachver­band benötigen, um die Arbeit zu qualifizie­ren und bundesweit zu organisieren wie auch zu vertreten. Leider stehen für diesen Bereich viel zu wenig, bis gar keine kalkulierbaren Mit­tel zur Verfügung. Wenn diese segensreiche Arbeit Zukunft haben soll, muss sie aus dem System refinanziert werden“, forderte die Vor­standsvorsitzende der eKH, Käte Roos. Neben der Politik seien auch die Krankenkassen und die Pflegeversicherungen gefordert, zusammen mit der Deutschen Krankenhausgesellschaft diese Arbeit weiter sicherzustellen.

Mehr gesellschaftliche Unterstützung für Or­ganisationen wie die eKH forderte auch die Patienten- und Pflegebeauftragte der Berliner Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung, Karin Stötzner. Es genüge nicht, den Grünen Damen und Herren Respekt durch anerkennende Reden zu zollen. Stötzner si­cherte ihre Unterstützung zu. Die Pa­tientenbeauftragte beschrieb die prekäre Situation allein lebender Menschen in Berlin: Knapp ein Drittel der Berliner Bevölkerung (1.057.744 Mio.) lebt alleine. Der Anteil der Einpersonenhaushalte an al­len Haushalten in Deutschland liegt bei 40,8%, in Berlin sogar bei 54 Prozent. „Sie müssen die Rolle der sorgenden Angehörigen einnehmen. Die Bedeutung Ihrer Arbeit liegt nicht nur in der Zuwendung und der Alltagshilfe, der Bereitschaft zum Zuhören und Dasein, sondern in der Rolle ein Auge zu haben auf und für diejenigen, die sonst Gefahr laufen, nicht mehr gesehen zu werden“, sagte Stötzner. Sie wisse, dass man den Fachkräftemangel und die falschen Entscheidungen mancher Träger zu immer neuen Einsparungen beim Personal nicht durch ehrenamtliches Engagement auf­fangen könne. Gefragt seien neue Konzepte. Sie begrüße, dass die eKH diesen Weg verfolge, um Ihre Arbeit organisatorisch weiterzuentwickeln, so Stötzner.

Die Diakonie Deutschland, vertreten durch Dr. Peter Bartmann, dankte für das langjährige ehrenamtliche Engagement der vielen 1000 Grünen Damen und Herren.

 

 

 

Nesteldecken für Menschen mit Demenz

tl_files/Nesteldecken 2017/Contao _ Nesteldecke 2017.pngGrüne Damen aus Soltau nähen ehrenamtlich Nesteldecken für Menschen mit Demenz im Krankenhaus.

 

Nesteldecken sind Decken aus verschiedenen Stoffen mit unterschiedlichen Füllungen, aufgenähten Knöpfen, Reißverschlüssen und manchen anderen Materialien. Der Phantasie der Näherinnen sind hier keine Grenzen gesetzt.

 

Die Hände spielen für den Menschen eine zentrale Rolle. Durch sie können wir fassen, streichen, tasten und fühlen. Menschen mit Demenz setzen ihre Hände stark ein. Sie wischen über Tische, nehmen alles in die Hand. Einige Menschen nesteln unaufhörlich an der eigenen Kleidung oder an Gegenständen, tl_files/Nesteldecken 2017/Contao_Nesteldecken 3.jpgweil sie oft an einem Mangel von Außenreizen leiden. Dabei durchleben Menschen mit Demenz gerade im Krankenhaus immer wieder Phasen starker Unruhe. „Für das Pflegepersonal und für Angehörige ist es oftmals schwer, damit umzugehen. In einer solchen Situation brauchen die betroffenen Patienten eine beruhigende Beschäftigung. Das Nesteln hilft ihnen, den eigenen Körper stärker wahrzunehmen und sich selbst Reize zu schaffen." so Geesche Weets, Beauftragte für Menschen mit Demenz. Die verschiedenen Materialien und Füllungen der Decken stimulieren die taktile und haptische Wahrnehmung dieser Menschen. Sie können diese zusammenzulegen, ein- und angenähte Gegenstände fassen und ertasten. Positiver Nebeneffekt: einer Versteifung in den Händen kann damit vorgebeugt werden. Aus hygienischen Gründen werden die Nesteldecken den Patienten im Krankenhaus mitgegeben, denn eine Desinfektion bzw. Wäsche in der Krankenhauswäscherei würden die Decken nicht überstehen.

 

Als nächstes sollen Taschen in allen möglichen Größen genäht werden, so dass die Menschen mit Demenz auch Dinge ein- und auspacken können. Im Raum Hamburg des Heidekreis-Klinikums treffen sich die Näherinnen mit ihren von zu Hause mitgebrachten eigenen Nähmaschinen regelmäßig. Die Freude am gemeinsamen Tun wird gestärkt durch die gegenseitigen Anregungen. Ganz besonders schön ist es, wenn die Grünen Damen die Patienten besuchen und dort die selbstgenähten Decken in der Anwendung finden.

 

 

Regionaltagung 2017

Was gut ist, bleibt auch gut!

von Heike Beckmann


(tl_files/Regionaltagung 2017/Regionaltagung_Teilnehmer.jpgHannover) Veränderung braucht Zeit und Mut. Und vor allem eine unterstützende Binnenmotivation, damit ein Umbruch gelingen kann. Die Neupositionierung der Evangelischen Kranken- und Alten-Hilfe e.V. (eKH) begleitete auch das diesjährige Regionaltreffen in Niedersachsen.


„Ich verstehe gar nicht, was das Problem ist. Die eKH, das sind doch wir – die Grünen Damen und Herren, wir alle!“, für Andrea Goedecke ist das eine klare Sache. Sie ist eine von vielen, die vollstes Verständnis für die Neupositionierung des Vereins haben. Fast 50 Jahre kam die gemeinnützige Einrichtung, die nunmehr seit 2004 als eingetragener Verein mit über 11.000 Ehrenamtlichen in mehr als 750 Gruppen in Deutschland aktiv ist, ohne Mitgliedsgebühren aus. Mit der diesjährig in Kraft getretenen Satzungsänderung sind z.B. die Grünen Damen und Herren zur ordentlichen Mitgliedschaft berufen und haben damit zugleich ein Mitbestimmungsrecht. Allerdings ist mit der Mitgliedschaft auch ein Jahresbetrag von 24€ verbunden. Aus ehrenamtlichen Mitarbeitenden werden nun ehrenamtliche Mitglieder. Andrea Goedecke, die als Gruppenleiterin mit ihrem Team aus Bad Pyrmont zur Regionaltagung angereist ist, sieht den Unmut einiger Grünen Damen und Herren nicht „allein“ in dem neuen Mitgliedsbeitrag begründet. Es gehe vielmehr um die dadurch emotional empfunden abwertende Würdigung des überaus großen persönlichen Engagements jedes einzelnen. Und damit ist der Kern der Dinge erfasst.


Bundesvorstand, erweiterter Vorstand, Geschäftsstelle und Landesbeauftragte sind sich der Verantwortung bewusst, die mit der Neupositionierung einhergeht und die von allen getragen werden muss, denn nur so kann die gute Arbeit der Grünen Damen und Herren auch weiterhin effektiv und nachhaltig ausgeführt werden. Der Auftrag der leitenden Gremien lautet daher, die organisatorische sowie finanzielle Situation und damit die Notwendigkeit einer zukunftsfähig aufgestellten professionellen Organisation auf Bundesebene bis hin zu den Gruppen transparent zur Aussprache und Diskussion zu bringen.         

 

                                      „Nur wer sich ändert, bleibt sich treu.“ Wolf Biermann

 

So geschehen auch bei der Regionaltagung Niedersachsen der Evangelischen Kranken- und Alten-Hilfe e.V. (eKH) im Ökumenischen Kirchenzentrum in Hannover-Mühlenberg im Frühsommer dieses Jahres.

tl_files/Regionaltagung 2017/Regionaltagung_Referent.jpgAls Referent konnte Loring Sittler, ehemaliger Leiter des Generali Zukunftsfonds (GZF), gewonnen werden mit einem Vortrag über die potentielle Notwendigkeit einer erneuerten persönlichen und selbstbewussten Sichtweise auf die eigene ehrenamtliche Arbeit in Hinsicht eines Gemeinwohlproduzenten. Aufgrund der demografischen Entwicklung sei die Gesellschaft immer mehr auf das Engagement jedes Einzelnen angewiesen. Um den sozialen und existentiellen Herausforderungen der Zukunft gerecht werden zu können, brauche es auch eine neue innere Haltung jedes einzelnen. Es gehe darum, so Sittler, eine wirksame Zusammenarbeit bei gemeinsamen Zielen anzustreben. Einzelkämpfertum und ewige Konkurrenz müssen ein Ende finden, auch in und zwischen zivilgesellschaftlichen Organisationen.
Die eKH mit ihrer gesunden gewachsenen Struktur sei überall hoch anerkannt und gewürdigt, somit könne intern das große Engagement der Grünen Damen und Herren durchaus mehr Selbstbewusstsein vertragen. „Versteckt euch nicht, ihr habt es nicht nötig, als Bittstehler zu fungieren. Stellt euch politisch auf und fordert ein, was euch zusteht,“ appelliert Sittler an seine Zuhörer*innen, „Ihr, die ihr als Gemeinwohlproduzenten die Mitverantwortung für unsere Gesellschaft aktiv wahrnehmt!“


Susanne Zschätzsch, in ihrer Funktion eKH-Landesbeauftragte für Niedersachsen und Bremen und somit zugleich Gastgeberin der Tagung, bedankte sich bei dem ehemaligen Leiter des GZF und zugleich Förderer der eKH für seine Ausführungen und stimmte anerkennend zu: „Die eKH, das sind wir. Und die Gesellschaft sind wir alle und damit ist jeder und jede mitverantwortlich in all unserem Tun und Denken für das Gemeinwohl.“ Es sei grundsätzlich die innere Einstellung, die neu gedacht werden müsse, so Zschätzsch, um unsere Gesellschaft für die Herausforderungen der Zukunft stark zu machen.


tl_files/Regionaltagung 2017/Regionaltagung_Moderatorin.jpgVeränderung braucht Mut – Mut zur Veränderung. Und wer verändern will, muss auch reden. Zum „offen darüber reden“ übergab einleitend die Landesbeauftragte das Wort an Heike Brembach. Die Organisationsentwicklerin unterstützt die Kommunikationsfähigkeit in der Binnenmotivation der eKH bereits seit der Landestagung im März und fühlt sich mittlerweile selbst als Grüne Dame der Organisation. Gekonnt suchte die Kommunikationstrainerin den Dialog mit den knapp 100 Grünen Damen und Herren. Es lag ihr vor allem daran, Missverständnisse aufzeigen und Möglichkeiten zu finden, um diesen mit der notwendigen Transparenz und Klarheit begegnen zu können. Aber mehr noch versuchte sie in Gruppenarbeiten und individueller Ansprache das Selbstverständnis einer Grünen Dame/eines Grünen Herren in Bezug auf die innovative Entwicklung der Organisation zu stärken. Dank Brembach entwickelte sich ein offener lebendiger Dialog, ein positiv aufgenommenes Novum in einer Regionaltagung.


tl_files/Regionaltagung 2017/Regionaltagung_Exner.jpgZum Ende des dynamischen Programms übernahmen die stellv. Bundesvorsitzende Katrin Springer und Vorstandsmitglied Beate Exner das Mikrofon und machten nachdrücklich deutlich, dass ohne eine gesicherte Finanzierung ein verlässlicher Haushalt nicht realisierbar sei. Zahlreiche Fortbildungen, Schulungen, Verwaltung, Organisation und Öffentlichkeitsarbeit eines derart großen Vereins, wie dem der eKH, setzen eine solide wirtschaftliche Basis voraus. Die Neupositionierung sei in erster Linie im Sinne jeder einzelnen Grünen Dame, jedes einzelnen Grünen Herren zu verstehen und diene nicht dem Selbstzweck des Vorstands. Erst durch die Angebote und Leistungen ermögliche die Geschäftsstelle den 11.000 Ehrenamtlichen ein professionell ausgestattetes Arbeitsumfeld, in dem ihre Arbeit auch entsprechend gewürdigt und wahrgenommen werden könne.


„Ich weiß gar nicht, was das Problem ist!“ Es war ein interessanter, Mut machender Tag im Ökumenischen Kirchenzentrum Mühlenberg, doch eigentlich hätte es nur dieses einen Leitsatzes von Andrea Goedecke aus Bad Pyrmont bedurft: „Wir sind die eKH, wir alle!“


Texte & Fotos: Heike Beckmann




Kronenkreuz in Gold für Hans-Jürgen Hansen

tl_files/Kronenkreuz in Gold fuer Hans-Juergen Hansen/CONTAO_Ehrung-2017_IMG-20170124-WA0006_1.jpgHöhepunkt beim Neujahrsempfang der Grünen Damen  und Herren Soltau war die Ehrung für langjährig verdiente Mitarbeitende.

 

Vier Grüne Damen wurden für ihren Einsatz für Patienten und Bewohner geehrt: Hanna Höll für 15 Jahre Dienst im Krankenhaus, Liane Nichelmann und Inge Eikemeier, die sich beide für die Bewohner im Haus im Park engagieren, sogar für 20 Jahre. Ebenso Hilde Pfeufer, die seit 20 Jahren in der Krankenhausbücherei als Grüne Dame aktiv ist.

 

Eine ganz besondere Ehrung gab es für Hans-Jürgen Hansen. Er wurde für seine langjährige Gottesdiensthilfe im Rahmen der Arbeit der Grünen Damen und Herren sowie für sein großes Engagement auf allen Ebenen von Gemeinde und Kirchenkreis mit dem Kronenkreuz in Gold geehrt. Dieses Kronenkreuz in Gold ist die höchste Auszeichnung der evangelischen Kirche für ehrenamtlichen diakonischen Einsatz.

 

Superintendent Heiko Schütte überraschte ihn mit dieser großen Würdigung und schmückte die Ehrung mit einigen netten Anekdoten aus der Vergangenheit.

 

Wir wünschen Hans-Jürgen Hansen alles Gute für die Zukunft und weiterhin so viel Freude am Tun!

 

Auf dem Foto zu sehen sind (von links nach rechts): Hanna Höll, Hans-Jürgen Hansen, Liane Nichelmann, Inge Eikemeier. Es fehlt Hilde Pfeufer.